In einem Newsweek-Artikel beschreibt Tony Dokoupil dieser Tage eine neues Marketing-Konzept amerikanischer Fashion-Stores, spezialisiert auf Männermode: Der Trend geht zu hartem Stoff. Die Betreiber der Läden servieren ihren männlichen Kunden zum Einkaufserlebnis feineste Spirituosen on the rocks. Die edlen Tropfen sollen ein Ambiente schaffen, in dem Männer sich wohl fühlen. “All this might sound a bit pathetic to braver boys who have long embraced their inner Calvin. But for the rest of us, who live in a world of heckling high-school friends and family that wears only Fruit of the Loom, the drinks provide a much-needed masculine cover for our inner stylistas,” so Dokoupil. Wo wohnt der Mann, in Alaska?
Dokoupil ist tatsächlich der Meinung, Männer hätten nach wie vor Shopping-Phobie, weil Einkaufen “unmännlich” sei. Mit einem Single-Malt Whiskey in der Hand lässt sich das Warten vor der Umkleide viel besser verkraften. Da fühlt er sich wieder mehr manly. Lieber Tony, da möchte ich dir die Augen öffnen: Nach zwei Prosecco würde ich selbst eine fleisch-farbene Leggings von Marc Jacobs kaufen (alles schon passiert!). Bekanntlich führt Alkoholkonsum dazu, alles ein bißchen lockerer zu sehen, das Dispo der Kreditkarte eingeschlossen. Wenn du erst einen Shot brauchst, um dir einen vernünftigen Anzug zu kaufen, dein Problem! Aber schön, dass das dieses doch so simple Konzept aufgeht. Make them feel beautiful geht mit eine paar Promille im Blut so viel einfacher.

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