Dash Snow ist gestorben und die Medienlavine zu seinem Tod rollt an. Nach wie vor lesenswert ist der New York Magazine Artikel aus dem Jahre 2007, der das Leben des Künstlers, der sich lange Zeit nicht als ein solcher sah, bis auf den letzten Grund zu ergründen versucht. Snows Werdegang bot genau jenen Künstlermythos, nach dem man in Teilen der Kunstwelt immer noch lechzte. Fast schon unglaubwürdig las sich sein Leben, alle Klischees schienen erfüllt. So passt sich sein Tod im Alter von 27 Jahren an einer Überdosis als letztes Glied in die Kette ein.

Dash Snow, James Dean
Snow wurde durch seine Polariods bekannt. Die Motive hatte man alle schon einmal gesehen, bei Larry Clark zum Beispiel. Sie schienen weniger Zeugen einer Zeit zu sein, als die Wiederholung des ewig Gleichen: Rausch, Leiber, Leben. Danach betätigte er sich in verschiednenen Medien, die seine Street Art Wurzeln nie verheimlichten. Die Kunstwerke hatten jedoch nicht die Kraft sich von ihrem Schöpfer zu emanzipieren. Das traurige Wunderkind Dash Snow strahlte auratisch immer aus ihnen hervor. Alle Voraussetzungen für die Mythologisierung seines Ouevres sind nun gegeben. RIP. *
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