In ein paar Wochen ist Wahl. Bundestagswahl! Wenn nicht lesenswerte Artikel, wie hier auf jetzt.de, an diese Tatsache erinnern würden, man würde es glatt vergessen. Wirkt vielleicht noch der US-amerikanische Wahlkampf des letzten Jahres in uns nach? Die dort entfesselte Medienoffensive ist kaum zu toppen und auf die hiesigen Verhältnisse wohl auch nicht zu übertragen. Doch man war davon ausgegangen, die deutschen Parteien würden sich die Kniffe abgucken. Bislang ist davon wenig zu spüren.
Amerika hatte uns ein bißchen verwöhnt. Dort hat Wahlkampf stattgefunden, wie die Amerikaner das Geschäft zu tätigen pflegen: Man holt den Kunden dort ab, wo er steht und nicht man selbst. Man lernt ihn gut kennen, umgarnt ihn, macht es ihm so einfach, wie möglich. Der virtuelle Wahlkampf in sozialen Netzwerken spielte eine ernst zu nehmende Rolle.
Zaghafte Gehversuche in diese Richtung von Thorsten Schäfer-Gümbel während des Wahlkampfs in Hessen sind noch bestens bekannt. Die Video-Botschaften des Politikers wurden damals noch als Kuriosität behandelt. Doch auch Frau Merkel bemühte sich seither um eine Internetpräsenz mit Hilfe von podcasts und nun beschert sie uns CDU.tv. Die Grünen lassen zumindest im Sammeln von Spenden ihre Phantasie spielen.
Man hatte den Ruf also vernommen, doch kommt er auch an? Können wir in den kommenden Wochen weitere Neuerungen in diese Richtung erwarten? Und was sagen überhaupt die Piraten dazu?
Comments 3
…We’ll entertain you!
Posted 07 Aug 2009 at 11:45 ¶http://www.piratenpartei.de/node/857
Das amerikanische Demokratie- und Onlineverständnis ist ein vollkommen anderes und das führt letztlich dazu, dass die ganzen Versuche begonnen bei online niemals wirklich angenommen werden, wenn der Rest nicht stimmt. Die Politiker Deutschlands sind unglaublich unnahbar.
Und die Piratenpartei wird hysterisch überbewertet.
Posted 08 Aug 2009 at 03:21 ¶Große Diskussion um Piraten-Spot übrigens hier bei De:Bug: http://de-bug.de/medien/archives/wahlspot-dilemma.html
Posted 11 Aug 2009 at 15:58 ¶Post a Comment